Es ist ja schon lang kein großes Geheimnis mehr dass Myspace doof ist, aber Angelika Express ist die erste befreundete Band, die tatsächlich geht (von Alin Coen’s kurzabwesenheit abgesehen). Ich pflege meine Seite auch schon lange nicht mehr wirklich, aber fühl mich auch nicht so ganz wohl beim Gedanken, ganz zu gehen.
Robert hat natürlich völlig recht: Werbung nervt, Murdoch nervt, Interface nervt total, und nicht zuletzt kuckt keiner mehr: Alleine mein "Wenn Sie lacht" auf TV Noir kucken jeden Tag deutlich mehr als alle Myspace Songs zusammen.
Aber die de-facto-Standardisierung, die mit Myspace gekommen ist, hat schon auch ganz schlichte schnöde Bequemlichkeitsvorteile. Für die Kandidatensuche für TV Noir wühlen wir uns ja öfters durch hunderte von Profilen oder Websiten, und da find ich es schon einfach super angenehm, sofort genau zu wissen, wie ich was hören kann, in welchem umfeld sich der künstler wohlfühlt, ob das jemanden interessiert, etc. Und zu der Zeit wo ich noch aktiv Myspace genutzt habe, sind Kontakte enstanden die mir heute sehr wichtig sind: Katja Kuhl zum Beispiel, die später das Video zu "Ich falle" gedreht hat, oder Moses Pelham, der im September bei TV Noir zu Gast sein wird.
Ich verbringe meine Onlinezeit wie ihr alle auch eher auf Facebook und Twitter, aber so richtig gehen werd ich dann wohl als vorletztes. Aber nicht ohne vorher noch Tom (der dann das Licht ausmacht) per Kommentar zu bitten für mich zu VOTEN VOTEN VOTEN!






dandelgado
14. July 2009 | 16:471
Hi Texo, Ich finde auch das Robert inhaltlich und politisch mit allem 100% recht hat.
Ich für meinen Teil kommuniziere privat auch mehrheitlich über Facebook, allerdings empfinde ich dort die Einbindung von künstlerischen Inhalten via. der Extra Applikation ‘i like’ als umständlich, unübersichtlich und nervig.
Die myspace Seite bietet eben Vorteile, nämich die die du schon aufgeführt hast.
Künstlerische Inhalte sind einfach und ad hoc aufzurufen und wahrzunehmen und die Präsentation eigener Inhalte ist übersichtlich gestaltet.
Gags wie mein ‘Cover’ of the week sind dort easy einzubinden und werden aufgrund der Wahrnehmingsfrequenz, und der möglichen Einbindung u. Eingrenzung in die Sparte der Musikrichtung in der man sich sieht ( akkustisch, folk, blabla ) eher dem potentiellen Konsumenten zugeführt, wie in den Riessigen nivellierten Weiten von Youtube, oder den engeren Begrenzungen der doch eher privaten facebook Klientel, selbst bei ‘Fan’ Seiten.
Ich werde daher auf jeden bei myspace bleiben, schliesslich haben wir beide uns da auch gegenseitig wahrgenommen und hätten sonst wahrscheinlich nie diesen skurilen, aber herrlichen Gig miteinander gespielt.
Eine eigene Homepage will ja auch erst mal wahrgenommen werden.
Bei einer gewissen Grundbekanntheit wie der von Angelika Express ist dies noch eher der Fall, wie bei gänzlich unbekannten Künstlern.
En gros überwiegen für mich die Vorteile- Übersichtlichkeit, Einfachheit, Einbindung, Wahrnehmung und nicht zuletzt : kostenlos.
Zu einer politischen Distanz ist aber alle Mal anzuraten..
Bis bald, mein Lieber, am liebsten bei TV Noir (-: